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Künstliche Befruchtung - Das stille Elternglück – die stille Industrie

Ist ungewollt kinderlos immer noch ein Makel? Ist künstliche Befruchtung der letzte Ausweg?
Kaum jemand spricht darüber, wenn eine künstliche Befruchtung durchgeführt wird.

Ab und an hört man davon etwas in der Presse, wenn Popstar Elton John oder Nicole Kidman mit ihren Kindern vor die Kameras treten, die von Leihmüttern zur Welt gebracht wurde.

Doch die Mehrheit der Betroffenen schweigt. Bei Frauen wird von Unfruchtbarkeit gesprochen, wenn beispielsweise die Eileiter verklebt ist, Abwehrreaktionen des weiblichen Immunsystems eine Schwangerschaft unterbinden oder durch Endometriose das Wunschkind ausbleibt.

Bei Männern wird von Zeugungsunfähigkeit gesprochen, wenn die Spermien beispielsweise zu langsam sind oder eine unvollständig ausgebildete oder verschlossene Samenleiter vorliegt.

Auch bestehende Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Schilddrüsenerkrankungen, bestimmte Lebensgewohnheiten wie Rauchen oder Alkoholkonsum können Ursache für die ungewollte Kinderlosigkeit sein.

Es ist für viele betroffene Menschen, ob Mann oder Frau auch heute noch wie ein Makel.

Zwischen 1,5 bis zwei Millionen deutsche Paare sind ungewollt kinderlos.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert damit Paare im fruchtbaren Alter, die trotz regelmässiger sexueller Beziehung innerhalb eines Jahres kein Baby erwarten.

Für viele entwickelt sich der Traum einer Familie zum Alptraum, wenn eine Schwangerschaft ausbleibt und sich kein Nachwuchs einstellen will.

Paare mit unerfüllten Kinderwunsch suchen daher immer häufiger Rat bei einem Facharzt. Lt. Studien liegen die Ursachen zu 30 Prozent beim Mann, zu 30 Prozent bei der Frau und zu 30 Prozent bei beiden Partnern.

Hoffnung dank künstlicher Befruchtung trotz Sterilität oder Zeugungsunfähigkeit

Das bedeutet jedoch nicht, dass betroffene Paare, für immer auf Nachwuchs verzichten müssen.

Viele Ursachen können heute behandelt werden wie z. B. bei Endometriose in vielen Fällen.

Was die Zahl der Paare mit unerfüllten Kinderwunsch steigen lässt, ist jedoch auch ein gesellschaftlicher Trend, dass Paare sich immer später für ein Kind entscheiden, wodurch die Chance einer natürlichen Schwangerschaft sinkt.

Neben physischen Ursachen ist jedoch auch oftmals der psychische Druck ein Grund, der den Nachwuchs verhindert.

So ist eine psychosoziale Begleitung hilfreich, während dieser Phase, da eine Partnerschaft oftmals auf eine harte Zerreissprobe gestellt wird.

Stellt sich eine Schwangerschaft auf natürlichen Weg nicht ein, bleibt noch die künstliche Befruchtung.

Hierbei gibt es heute eine Reihe von Methoden wie die In-vitro-Fertilisation (IVF), die Befruchtung im Reagenzglas, die ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion), die Eizellspende oder die Möglichkeit einer Leihmutter.

Während in Deutschland die Gesetzeslage sehr restriktiv ist, gibt es in anderen Ländern die Gesetze lockerer, so dass viele Paare, sich ihren Kinderwunsch im Ausland erfüllen.